Alles Folgende betrifft Aod 9604. Wir bleiben bei klarer Sprache, beziehen uns auf die Studienlage und trennen gut belegte Aussagen von offenen Fragen.
Zuletzt geprüft am 2026-01-08. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
== Geschichte der Entdeckung == Das Phänomen, das letztlich zur Entdeckung der MRP führte, heißt Multidrug-Resistenz (MDR) und wurde zuerst an bösartigen Tumorzellen beobachtet. Bei der Behandlung eines Tumors mit einem einzelnen Chemotherapeutikum trat zunächst ein Therapieerfolg ein und der Tumor verkleinerte sich. Im Laufe der Behandlung wurden die Tumorzellen jedoch resistent gegen das Chemotherapeutikum und begannen wieder zu wachsen. Mit Hilfe von Zellkulturen aus Tumoren konnte gezeigt werden, dass sich die einsetzende Resistenz nicht nur auf das einzelne Chemotherapeutikum beschränkte. Der Tumor wurde trotz der Behandlung mit nur einem Chemotherapeutikum in kurzer Zeit gegen mehrere Klassen von Chemotherapeutika resistent. Das Erstaunliche an dieser Entdeckung war jedoch, dass der Tumor nie zuvor mit einem der anderen Chemotherapeutika in Kontakt gekommen war. Weiterhin unterschieden sich die Präparate extrem voneinander, vor allem im Wirkmechanismus. Wie konnte also ein Tumor in kurzer Zeit eine solch umfassende Resistenz entwickeln? Nach intensiver Forschung wurden die MRP entdeckt und aufgeklärt. Nach dem oben beschriebenen Modell konnten die Proteine zunächst erfolgreich auf Zelllinien von Tumoren nachgewiesen werden. Die Theorie, dass MRP an der Entwicklung einer MDR beteiligt sind, konnte durch weitere Forschung auf diesem Gebiet gestützt werden. So stellte man eine massiv erhöhte Expression von MRP in Zelllinien fest, in deren Kulturmedium Chemotherapeutika beigemischt waren.
Quellen: de.wikipedia.org
== Pharmakologie == Für die klinische Medizin ist die Rolle der MRP noch unklar. Eine zukünftige Bedeutung wäre beispielsweise die individuelle Dosierung eines Medikaments. Soll ein Medikament im Zellinneren wirken, so muss es auch entsprechend dosiert werden. Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass Individuen eine unterschiedliche Aktivität von MRP besitzen und dadurch mehr oder weniger empfindlich für einzelne Medikamente sind. Auch in der Therapie von Krebs konnte die Entdeckung und Erforschung von MRP bisher keinen großen Fortschritt bringen.
Quellen: de.wikipedia.org
Als Phycoplast (von griech. phykos = „Tang“, „Seegras“ und plastos = „geformt“) wird eine spezielle Ausrichtung der Mikrotubuli während der Zellteilung der Chlorophyceae, der größten Gruppe innerhalb der Grünalgen, bezeichnet. Bei ihnen zerfällt der üblicherweise senkrecht zur Trennungsebene liegende Spindelapparat und es bildet sich eine neue, parallel zur neuen Zellwand der Einzelzellen angeordnete Mikrotubulistruktur. Die Zellteilung erfolgt über eine Trennungsfurche und es wird im Regelfall keine temporäre Zellplatte angelegt. Im Gegensatz dazu werden die Mikrotubuli bei den Streptophytina, also allen mehrzelligen Pflanzen sowie den Armleuchteralgen, senkrecht zur neuen Zellwand angeordnet. Hier spricht man entsprechend vom Phragmoplasten, der durch die Verwachsung der Tubuli eine temporäre Zellplatte aufbaut, die im Laufe der Zellteilung den Spindelapparat unterbrechen kann und sich mit der Trennung der Tochterzellen wieder auflöst. Der Phragmoplast kann entsprechend als abgeleitetes Merkmal betrachtet werden, der eine Apomorphie der Streptophytina darstellt und somit deren Zusammenfassung begründet.
Quellen: de.wikipedia.org
Protocyte (auch: Procyte; von altgriechisch πρῶτος prōtos ‚erster‘ sowie κύτος kýtos ‚Gefäß‘) ist die Bezeichnung für die Zellen der Prokaryoten, d. h. für eine Zelle ohne Zellkern. Zu den Prokaryoten zählen die Bakterien und Archaeen. Im Unterschied zum Zelltyp der Eukaryoten, der Eucyte, besitzen die Protocyten keinen echten Zellkern. Die DNA befindet sich daher frei (aber dennoch hoch organisiert) im Cytoplasma (hier auch Stroma genannt), so dass statt von einem Zellkern von einem Kernäquivalent gesprochen wird. Organellen wie Mitochondrien und Plastiden fehlen. Stattdessen sind Plasmide, Geißeln, Pili, Vesikel und eine aus Murein oder Proteinen bestehende Zellwand häufige Bestandteile der Protocyte. Protocyten können von weniger als 1 Mikrometer bis über 100 Mikrometer messen. Meistens erreichen sie jedoch nur eine Größe von 1 bis 5 Mikrometer. Bisher hypothetische Vorgänger der Protocyten sind die Protobionten.
Quellen: de.wikipedia.org
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